Euro-Schuldenkrise und Börsenturbulenzen verunsichern Mittelstand
Die Stimmung im Mittelstand ist zwar im Großen und Ganzen noch gut, wenn sich die Lage aber weiter verschlimmert und es weitere Hiobsbotschaften gibt, wird sie nicht mehr lange gut bleiben. Zwar geht der Chefvolkswirt der KfW Norbert Irsch nicht von einer erneuten Rezession im Jahr 2012 auch, völlig ausschließen kann er diese aber auch nicht. Der breite Mittelstand wird immer mehr verunsichert aufgrund der wechselnden Lage der Börse und Finanzen. Die Hohe Verunsicherung durch die Eurokrise lässt sich am besten mit dem massiven Einbruch der Geschäftserwartungen begründen. Diese sanken um knapp 10 Prozent (9,1) und scheinen sogar noch weiter sinken zu können.
Bei der umfangreichen Studie wurden insgesamt knapp 7.000 Unternehmen im Monat untersucht. Ganze 5.600 Unternehmen gehören dem Mittelstand an und haben 500 Mitarbeiter oder weniger. Bei den größeren Firmen und Unternehmen wurde sogar ein Einbruch von knapp 9 Punkten (8,8) gemessen, dies spiegelt die aktuelle Lage sehr gut wieder. Im Vergleich dazu zeigen sich die mittelständischen Unternehmen noch etwas zuversichtlicher, dies kann sich aber auch wieder schnell ändern.
Mit Sicherheit lässt sich allerdings sagen, dass die Börse und Finanzen weiterhin stark schwanken werden und dies auch die Unsicherheit weiter wachsen lässt. Wann und ob ein Aufschwung der Lage der EU stattfindet, das kann in der jetzigen Zeit noch niemand sagen. Die Unternehmen des Mittelstandes werden aber sicherlich bei einer gleichbleibenden unsicheren Lage nicht gerade mehr Sicherheit bekommen. Sollten noch weitere Länder öffentlich durch eine Schuldenkrise von sich hören lassen, so wird die Zufriedenheit der Firmen definitiv weiter sinken.